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underground comics

der etwas andere spass

januar 1999
Bewegungsmelder was geht und mehr no. 09, Szene

Du hast es ja schon lange vermutet, die geilsten Dinge sind oft jene die Du nicht an jeder Ecke bekommen kannst. So auch bei Comics. Nachdem, uns Carlson, Asterix und Co. schon zu den Ohren rauskommen, sollten wir uns dringend nach was Frischem umsehen. Es gibt denn auch ganz viele, die sich Comickünstler nennen im Grunde aber nichts anderes tun, als kopieren was schon Erfolg hatte. Doch gibt es auch eine Handvoll unermüdliche. ZeichnerInnen, die sehen den Comic-Strip, oder das einzelne Bild, als eine Art des Ausdrucks, der Kommunikation oder einfach des erfreulichen Zeitvertreibs. Und um genau diese Spezies soll’s auf den nächsten drei Seiten auch gehen.[did]

In Marseille wuten die Künstlerlnnen angeblich am heftigsten. Im Umfeld des dortigen Verlags “Dernier Cri” entstehen laufend neue, intressante Fanzines (FanMagazine, von und für Gleichgesinnte). Die Dinger gehen von absolutem Trash bis zu aufwendig hergestellten Art-Comics, dementsprechend variieren auch die Preise. Um Geschmack am Aufälligsten unter Ihnen, dem regelmässig erscheindenden “Höpital Brut”, zu finden, bedarf es schon einer gewissen Abgebrühtheit (Wenn Du die nirgends in den Regalen findest, frag mal an der Kasse nach), denn schöne Bilder und romantische Geschichten sind dort eher selten. Obwohl Bern und die Schweiz im Allgemeinen nicht gerade die brodelndste Region in Sachen Sub-Kult und Underground Comix bezeichnet werden sollte, erscheinen auch hier immer wieder geniale Hefte und Bände. Einige dieser Produkte und ihrer Macher möchten wir Dir im Folgenden vorstellen. Falls Du mal in dem einen oder andern erwähnten blättern möchtest, findest du die meisten im Comics Chäller oder im Record Junkie, wenige auch im Stauffacher Comics. Die grösste Auswahl an Untergrund Produktionen gibt’s im Pipifax in Zürich.

bülb, atrabile & drozophile
Die zur Zeit wohl produktivste Szene der Schweiz findest Du in Genf. Dort gibt’s gleich drei regelmässig produzierende Gruppen, die zum Teil Comics in Deutsch und Englisch herausgeben. Die Heftchen sind professionell gemacht, trotzdem günstig, da nicht in erster Linie kommerziell. Besonders erwähnenswert sind die ca. 3x4cm kleinen “colleclion” von Bülb, die, quasi als Snack für zwischendurch gedacht, für 2.50 zu kriegen sind.
le trois-pattes, case postale 5542, 1211 geneve 11

silex
“Das Heft der guten Illustration, die dem Auge gut tut. Und weil die gute Illustration keinen Text braucht, hat’s kaum Text in Silex.” Hinter dem Namen verbirgt sich die im Moment aktivste Gruppe aus dem Raum Bem und Zürich. Ihre Geschichten sind abstrakte Bildserien zu verschiedenen Themen, liebevoll gezeichnet und teilweise koloriert. Die sieben ZeichnerInnen aus der Kunsti- und Grafikszene veröffentlichen 3–4 Heftchen im Jahr, das Nächste soll noch im Januar erscheinen.
silex, marienstrasse 21, 8300 zürich.

blok 8. birn
”Wir haben unser Bedürfnis zu zeichnen ausgelebt. Nach einer gewissen Zeit ist das halt vorbei:” Die Jungen GestalterInnen aus Bern brachten während einigen Jahren regelmässig die ziemlich trashigen, mit dem Kopierer vervielfältigten Block-Comics heraus. Die zwei Birns erschienen in der selben Zeit als gedruckte Bücher in Schwarzweiss. Gesellschaftkritisches, Zeitgeistliches und einfach Unterhaltendes, bunt gemischt. Teilweise im comics-chäller noch erhältlich.

der gesunde menschenversand
Im Nicht-Kommerziellen Verlag wird im nächsten April der Comic-Sampler “1999” erscheinen. Unter anderen mit dabei sind: Der in Bem studierende Andry Beyeler. Seine poetischen, meist düsteren Comics erzählen aus dem Alltag, von Beziehungen und Sehnsucht. Er zeichnet regelmässig für die Schaffhauser Zeitung und veröffentlichte in verschiedenen Deutschen Fanzines. Alexys Matthey aus Biel mit seinen Fantasy Geschichten, der bereits für den welschen “Mixérie Noir” Kollektivband (ISBN 2–940074–07-0) eine Storie geschrieben und illustriert hat. Und natürlich der Günz, welcher schon bei den Blok und Birn Projekten dabei war, über mehrere Ausgaben mit “Piss Baby” fürs SoDa Magazin zeichnete, und Dich im bewegungsmelder jeden Monat wieder mit seiner Serie “Der Eine” beglückt.
verlag dgmv, postfach B96, 3000 bern 6

gangloff
“Als Span ihr Album ”Gangloff’ tauften, lösten wir unsere Gruppe auf. Die meisten Zeichner von damals verstreuten sich danach in alle Himmelsrichtungen.” Unter demNamen Gangloff veröffentlichten einige BernerInnen zwischen 1993 und 1997 insgesamt vier dicke Comic-Bände, die bislang einzigartig geblieben sind. Die mit schönen, schwarzweissen Bildern illustrierten, meist hintergründigen Geschichten stimmen nachdenklich, beschreiben Gefühls- und Erlebniswelten. Die Bücher sind noch immer erhältlich – unbedingt mal reinschauen.
rolo bolo, marzilistrasse 35, 3005 bem.

judith zaugg
Die Berner Illustratorin und Gestalterin ist eine der Wenigen, die nach der Auflösung von Gangloff weiterhin Comics macht. Seltener zwar, frau muss ja auch noch Brötchen verdienen, doch immer wieder. Nebst dem 1997 in einem Deutschen Verlag erschienen Buch “Bruno Orso fliegt ins Weltall” (ISBN 3–87512–658–0), den letztjährigen Monatsprogrammen der Reitschule und diversen Flyern, stellte sie auch an der BD alternative’98 in Tavannes einige Werke aus.
aquarium, judith zaugg, murtenstrasse 143, 300B bern